Rechtsanwalt Kay Reese

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Rechtsanwalt Kay Reese in der Fernsehsendung 'Abenteuer Leben' auf kabeleins zum Thema Apps für den Straßenverkehr.

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Artikel-Schlagworte: „Ermittlungsrichter“

Ermittlungsrichter

Bis in die 70er Jahre gab es den Untersuchungsrichter, der tatsächlich eine gerichtliche Voruntersuchung durchführte. Dies wurde 1977 geändert. Die Bezeichnung Untersuchungsrichter wird heute zwar noch verwendet, ist aber sachlich nicht mehr passend. Zutreffender ist die Bezeichnung Ermittlungsrichter. Das Ermittlungsverfahren gegen einen Beschuldigten wird zwar durch die Staatsanwaltschaft durchgeführt, dem Ermittlungsrichter obliegt es aber de facto Maßnahmen anzuordnen, die aufgrund der Schwere ihres Eingriffs in die Grundrechte des Beschuldigten nur Richtern vorbehalten sind. Dies betrifft vor allem beispielsweise die Anordnung der Dursuchung von Wohnräumen (Hausdurchsuchung) oder der Überwachung des Telekommunikationsverkehrs (Telefonüberwachung) des Beschuldigten. Zur Aufgabe des Ermittlungsrichters gehört ebenso der gravierendste Einschnitt in die Rechte des Beschuldigten, der Erlass des strafrechtlichen Haftbefehls – weshalb man den Ermittlungsrichter häufig Haftrichter nennt. Ist ein Haftbefehl erst einmal erlassen, so führt der Ermittlungsrichter den Haftprüfungstermin durch. Das Rechtsmittel der Beschwerde (Haftbeschwerde) ist zulässig und wird – sofern der Haftbefehl durch einen Amtrichter erging – vom Landgericht geprüft. In der Regel ist der Ermittlungsrichter zugleich als Strafrichter am jeweiligen Gericht tätig.

Peter Falk (Inspector Columbo) tot – der Columbo-Effekt lebt

Der Schauspieler Peter Falk ist gestern 83-jährig in Beverly Hills gestorben. Peter Falk verkörperte seit 1968 den scheinbar kauzig auftretenden Inspector Columbo von der Mordkommission des Los Angeles Police Department (LAPD). Die beliebte Krimireihe lief mit Unterbrechungen bis 2004 als Erstausstrahlung im deutschen Fernsehen und wird bis heute ständig wiederholt. Schon zu Beginn fast aller Folgen wurden die Zuschauer über Täter und Tatmotiv aufgeklärt. Mit Spannung konnte man dann immer mitverfolgen wie der vermeintlich schrullig wirkende Kriminalkommissar die Straftäter wegen einer Unachtsamkeit des Mordes überführte. In Wirklichkeit war Inspector Columbo ein hochintelligenter Ermittler, der den Dummen mimmte.

Peter Falk wollte nach seinem Studium der Politikwissenschaften eigentlich zur CIA gehen. Wegen seines kurzen Aufenthalts im kommunistischen Jugoslawien wurde seine Bewerbung 1953 jedoch vom US-Geheimdienst abgelehnt. Unser Glück. Denn so wurde er ein begnadeter Schauspieler und verkörperte über jahrzehnte die Rolle des Kriminalkommissars, dessen Methoden von der modernen Krimalistik dankbar aufgenommen worden.

Der Columbo-Effekt

Heutzutage gehört „seine“ Fragetechnis und Gesprächstechnik, der sogenannte „Columbo Effekt“, zu den anerkannten Methoden moderner Ermittlungsarbeit, die eine gewisse psychologische Begabung bedarf. Der Polizeibeamte, Staatsanwalt oder auch Ermittlungsrichter spielt den völlig Unwissenden. Der Beschuldigte soll in Sicherheit gewiegt werden. Er soll glauben, er habe alles unter Kontrolle. Und dann kommt er, der berühmte Satz von Inspector Columbo, „Eine Frage hätte ich da noch…“. Hier kommt es dann tatsächlich nicht selten zu einem entscheidenden Fehler, der Beschuldigte verwickelt sich ungewollt in Widersprüchlichkeiten.

Inspector Columbo. Wir alle liebten ihn alle. Aber fallen Sie nicht auf den Columbo-Effekt herein. Lassen Sie sich von Anfang an durch einen Fachanwalt für Strafrecht vertreten.