Rechtsanwalt Kay Reese

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Rechtsanwalt Kay Reese in der Fernsehsendung 'Abenteuer Leben' auf kabeleins zum Thema Apps für den Straßenverkehr.

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Artikel-Schlagworte: „Bußgeldverfahren“

Vorsicht beim Anhörungsbogen: B wie Bußgeldbescheid oder Beschuldigter einer Straftat?

Trudelt im Rahmen eines Bußgeldverfahrens ein Anhörungsbogen wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit ein, sollte man in manchen Fällen genau überlegen, ob man Angaben zur Sache macht oder doch besser gleich zu einem Rechtsanwalt geht. Denn von den möglicherweise unbedachten Angaben im Anhörungsbogen kann abhängen, ob ein eigentlich harmloser Sachverhalt vielleicht plötzlich auf dem Schreibtisch eines Staatsanwalts landet. Ein und derselbe Sachverhalt kann als Ordnungswidrigkeit gewertet, könnte aber durchaus auch als Straftat interpretiert werden. Stehen beispielsweise Fußgänger an einer Ampel und man fährt wegen eines kurzen Moments der Unachtsamkeit bei Rot über die Kreuzung, befürchtet man im schlimmsten Fall vielleicht „nur“ ein Bußgeld und ein zeitlich beschränktes Fahrverbot. Was ist aber, wenn einer der Fußgänger über den Fall so aufgebracht ist und sich zu einer Strafanzeige wegen Nötigung entschließt? Die Strafverfolgungsbehörden müssen dann auf jeden Fall ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung aufnehmen und würden dann natürlich auch auf die Angaben im Anhörungsbogen zurückgreifen. Dann ist es vielleicht mit dem Bußgeldbescheid nicht mehr getan. Wer nicht Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren wegen eines Verkehrsdelikts sein möchte, der sollte nicht nur achtsam im Straßenverkehr sein, sondern auch beim ausfüllen des Anhörungsbogens in einem Bußgeldverfahren.